Nebenwirkungen / Komplikationen

Die Fettabsaugung des Lipödems ist eine sehr sichere Behandlungsmethode mit sehr geringem Risiko.

Das Lymphsystem arbeitet nach der Absaugung des Lipödems wesentlich besser, was in Studien bewiesen werden konnte. Durch die fehlende Schwellung der Fettzellen werden die Lymphgefässe nicht mehr so stark zusammen gedrückt, was zu einer besseren Drainage führt. Die Erfahrung steht mit dieser Beobachtung im Einklang: Fast alle Patienten erleben direkt nach dem Eingriff, wie die Schwellung der Beine deutlich besser ist/wird.

Die Möglichkeit der Verletzung von Gefässen und Nerven ist in Tumeszenanästhesie und der Absaugung in Längsrichtung des Beines so gut wie unmöglich. Gelegentlich kann das Gefühl im abgesaugten Gebiet vermindert sein, dieses kehrt jedoch innerhalb von wenigen Wochen zurück. Auch die Blutergüsse, die in den ersten Tagen nach dem Eingriff ersichtlich sind, werden sehr schnell verschwinden.

Infektionen sind nach einer Fettabsaugung wie auch nach jeder anderen Operation möglich. Unter Verwendung der Tumeszenzanästhesie − und sofern die kleinen Einstiche (1-2mm) offen bleiben − sind Infekte fast unmöglich. Durch die Einstichlöcher kann die restliche Tumeszenzlösung natürlich austreten, was einem Spül-Effekt gleichkommt. Vor jedem Eingriff wird zudem vorbeugend ein Antibiotikum eingenommen, welches ebenfalls Infektionen unterdrückt.

Bis heute ist kein Fall bekannt, wo Thrombose oder Embolien nach einer Fettabsaugung in Tumeszenzanästhesie als ambulanter Eingriff aufgetreten sind. Diese Komplikationen sind eigentlich nur nach Eingriffen in Voll- oder Teilnarkose üblich.

Die häufigste Komplikation der Fettabsaugung sind unrealistische Erwartungen von Seiten des Patienten. Dies betrifft vor allem diejenigen Patienten, die sich einer Absaugung aus ästhetischen Gründen unterziehen. Auch wenn der Arzt noch so ausführlich und zurückhaltend das mögliche Ergebnis beschreibt, kann es sein, dass sich der Patient mehr davon erhofft als es die Anatomie ermöglicht.

NachbehandlungEin Hauptgrund für eine gewisse Unzufriedenheit ist die Tatsache, dass bei über 80 % aller Lipödem-Patienten die Beinmuskulatur sehr stark ausgeprägt vorhanden ist.

Die Liposuktion kann nur Fett, niemals aber Muskulatur absaugen, was das Ergebnis natürlich begrenzt.

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